Japanisch

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'Hashi' heißt es auf Japanisch. Auf Deutsch entweder 'Brücke', 'Kante' oder 'Essstäbchen'. Wie soll man das unterscheiden? Genau. Das ist nur eine von vielen Besonderheiten des Japanischen. Die von insgesamt über 130 Millionen Menschen gesprochene asiatische Sprache, die übrigens auf dem neunten Platz auf der Liste der am meisten gesprochenen Sprachen der Welt steht, stellt der Erlerner des Japanischen viele Schwierigkeiten bei Aussprache und vor allem Schrift fest. Die Besonderheit beim Schreiben ist nämlich, dass die Schriftzeichen 'gemalt' werden. Sie stammen aus dem Chinesischen und fast jedes davon hat seine eigene Bedeutung. Das umfassendste Kompendium enthält über 50 000 Schriftzeichen. In Japan sind etwa 6000 in Gebrauch. Die Aussprache ist auch einzigartig. Viele Wörter haben unterschiedliche Bedeutungen, je nach Betonung. Sie heißen 'Homonyme'. Das Wort 'k?kai' zum Beispiel hat über elf verschiedene Bedeutungen. Entweder man erschließt sich diese aus dem Zusammenhang oder anhand der Schriftzeichen. Und im Vergleich zum deutschen Dutzen und Sietzen gibt es auf Japanisch viele sprachliche Ebenen, die individuell zum Ansprechpartner gewählt werden. Allerdings ist die Grammatik 'erleichternd': Es gibt meist keinen Plural, sowie keinen Artikel, Geschlecht oder Fälle. Aber dann sollte man wieder bei den Vokalen und Konsonanten aufpassen, die kurz oder lang, stimmlos oder völlig abgeschwächt ausgesprochen werden können. Fazit: nicht leicht aber ziemlich exotisch!

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